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Studium

Studienplan, Bachelor- und Masterarbeit

 

Welche Regeln gelten für Unterrichts- und Prüfungssprache?

Die Unterrichts- und Prüfungssprache im Bachelorstudium ist Deutsch, im Masterstudium Englisch. Dabei sind folgende Ausnahmen möglich:

  • Module im Physikalischen Wahlbereich richten sich in der Regel an Bachelor- und Masterstudierende. Die Wahl der Unterrichts- und Prüfungssprache erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern. Englischsprachige Wahlmodule können in das Bachelorstudium und deutschsprachige Wahlmodule können in das Masterstudium eingebracht werden. Letzteres gilt auch, falls eines der Bachelormodule Experimentalphysik 5 (Kern- und Teilchenphysik, EP-5) oder Experimentalphysik 6 (Festkörperphysik, EP-6) im Master angerechnet werden soll.
  • Die Anrechnung von Nichtphysikalischen Wahlmodulen, die außerhalb des Departments Physik angeboten werden, ist unabhängig von Unterrichts- und Prüfungssprache sowohl im Bachelor- wie auch im Masterstudium möglich.
  • Beim Wechsel in Physik- oder Materialphysik-Studiengänge an der FAU von anderen Universitäten und/oder Studiengängen erfolgt die Anrechnung von Studienleistungen ohne Berücksichtigung der Sprache.

In Zeugnis und Transcript of Records erscheinen die Modultitel jeweils in der Veranstaltungssprache.

Die Bachelorarbeit kann auf Deutsch oder auf formlosen Antrag (Ankreuzen eines Kästchens bei der Anmeldung) auf Englisch verfasst werden. Die Masterarbeit wird in der Regel auf Englisch verfasst; Ausnahmen (d.h. Masterarbeit auf Deutsch) erfordern einen begründeten schriftlichen Antrag an den Prüfungsausschuss.

Besteht Anwesenheitspflicht?

Bei Vorlesungen und Übungen besteht keine Anwesenheitspflicht und die Anwesenheit wird nicht erfasst. Allerdings wird die Teilnahme an Vorlesungen und Übungen dringend empfohlen, zu denen Modulprüfungen abgelegt werden sollen. Bei Lehrveranstaltungen, deren Ausbildungsziel ohne Anwesenheit aller Teilnehmer  nicht erreicht werden kann – insbesondere Seminaren und Praktika – besteht Anwesenheitspflicht. Im Zweifel gilt die Regelung in der Modulbeschreibung.

Gibt es eine vorgeschriebene Reihenfolge, in der die Module zu absolvieren sind? (P)

Oft wird angenommen, dass die Studienverlaufspläne in den Anlagen der Prüfungsordnungen verbindlich sind und genau wie gezeigt „abstudiert“ werden müssen. Das ist nicht der Fall! Vielmehr sind diese Studienpläne eine Empfehlung und in dem Sinne verbindlich, dass das Department (d.h. der Studiendekan) sicherstellen muss, dass die Studiengänge auch tatsächlich entsprechend dieser Pläne studierbar sind.Tatsächlich gibt es keine formalen Regeln, die die Reihenfolge festlegen, in denen Module absolviert werden müssen.

Auch wenn somit große Freiheiten bei der individuellen Gestaltung des Studienablaufs bestehen, wird dringend geraten, sich an folgende Vorgaben zu halten:

  • Die Module der ersten beiden Bachelor-Fachsemester sollen auf jeden Fall wie in der Tabelle absolviert werden (aus inhaltlichen Gründen und um Probleme mit der GOP zu vermeiden).
  • Teilweise bauen die einzelnen Module inhaltlich aufeinander auf. Dies ist besonders für die Bereiche Experimentalphysik und Praktika, Mathematik für Physikstudierende sowie Theoretische Physik der Fall. Die vorgegebenen Modul-Reihenfolgen sollten nach Möglichkeit eingehalten werden.
  • Die Mathematik-Ausbildung ist eine unabdingbare Grundlage für die Physik. Sie darf keinesfalls „nach hinten geschoben“ werden.
  • Im Kolloquium Theoretische Physik (TP-K) werden übergreifende  Inhalte der Module Theoretische Physik 2-4 geprüft. Es ist deshalb ratsam, TP-K nach den Modulen des Theoriezyklus zu absolvieren.
  • Das Physikalische Seminar im Bachelorstudium sollte in der Regel nicht vor dem 5. oder 6. Fachsemester absolviert werden (siehe unten).
  • Die Bachelorarbeitsoll am/gegen Ende des Bachelorstudiums angefertigt werden.

Mehr Freiheiten bestehen bei der Anordnung und Auswahl der Wahlfächer und der Schlüsselqualifikationen. Sollten Sie z.B. schon im 4. Fachsemester Physikalische Wahlfächer absolvieren wollen, klären Sie bitte mit den betroffenen Dozent*innen ab, ob das sinnvoll ist. Wenn ja, steht dem nichts entgegen.

Auch kann es sehr wohl sein, dass Module aus dem Wahl- oder Schlüsselqualifikationsbereich mit ECTS-Punkten angeboten werden, die von der Tabelle in der Prüfungsordnung abweichen. Sie können diese Module und die zugehörigen ECTS-Punkte trotzdem voll einbringen. Entscheidend sind ausschließlich die Regelungen in §31 (Bachelor) und §37 (Master) der Prüfungsordnungen.

Was ist das Physikalische Seminar, und welche Seminare werden angeboten?

Sowohl im Bachelor- wie auch im Masterstudium (Materialphysik: Nur im Bachelorstudium) ist je ein Modul Physikalisches Seminar (PS) (Materialphysik: Materialphysikalisches Seminar (PS-MAT)) Pflicht, in dem jeder Teilnehmer einen Vortrag zu einem bestimmten Themengebiet halten muss und an der Diskussion über die Vorträge der anderen Teilnehmer aktiv teilnehmen soll. Im Bachelorstudium soll dieses Seminar ab dem 5. oder 6. Fachsemester absolviert werden, im Masterstudium typischerweise im ersten Studienjahr. Die für das Physikalische Seminar zugelassenen Veranstaltungen (früher und ab und zu auch heute noch „Scheinseminare“ genannt) werden in einer eigenen Rubrik des UnivIS-Vorlesungsverzeichnisses angekündigt; die Anmeldung erfolgt in der Regel über StudOn.

Im Physikstudium sind die Seminare jeweils für Bachelor- und Masterstudierende offen. Es ist sogar möglich, im Bachelor- und im Masterstudium jeweils am „gleichen“ Seminar (d.h. an Seminaren mit dem gleichen Titel) teilzunehmen. Die Veranstalter achten darauf, dass die Themen für Masterstudierende einen höheren Schwierigkeitsgrad als für Bachelorstudierende haben, dass niemand zweimal den gleichen oder ähnlichen Vortrag hält und dass die Themenauswahl von Jahr zu Jahr variiert.

Die Vortrags und Diskussionssprache ist Deutsch oder Englisch im Seminar des Bachelorstudiums und Englisch im Seminar des Masterstudiums.

Beachten Sie, dass Sie in der Summe von Bachelor- und Masterstudium ein zusätzliches Physikalisches Seminar absolvieren und im Wahlbereich einbringen können.

Welche Wahlmöglichkeiten gibt es für die Nichtphysikalischen Wahlfächer? (P)

Im Bachelorstudium der Physik muss das Nichtphysikalische Wahlfach 1 (NW-1) absolviert werden. Die Auswahl besteht zwischen Astronomie, Chemie, Informatik, Physikalischer Chemie und Werkstoffwissenschaften.NW-1 ist mit 10 ECTS-Punkte bzw. 12.5 ECTS in der Informatik-Konstellation Grundlagen der Informatik (GdI) und Systemnahe Programmierung in C (SPiC) bewertet.

Weitere Nichtphysikalische Wahlmodule (NW) können im Bachelor- und im Masterstudium eingebracht werden. Eine Pflicht dazu besteht aber nicht. Diese NW-Module können frei aus dem Lehrangebot der Naturwissenschaftlichen Fakultät (außerhalb der Physik), Technischen Fakultät und dem vorklinischen Bereich der Medizinischen Fakultät gewählt werden. Weitere Wahlmöglichkeiten können auf Antrag an den Prüfungsausschussvorsitzenden genehmigt werden bzw. sind durch Beschluss des Prüfungsausschusses dauerhaft genehmigt (Beispiele dafür sind Betriebs- und Volkswirtschaftslehre). In solchen Anträgen muss begründet werden, warum das beantragte Fach bzw. Modul in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem Studium der Physik steht.

Bitte beachten Sie, dass bei Veranstaltungen anderer Departments für die Teilnahme prinzipiell das Einverständnis des/der Dozent*in einzuholen ist (Nachfrage mündlich oder per Email).

Wie viele Punkte brauche ich aus Schlüsselqualifikationen, und welche Module sind dafür zugelassen?

Auch hier gilt §31 der Prüfungsordnungen: Sie brauchen mindestens 2.5 ECTS-Punkte aus dem Bereich Schlüsselqualifikationen, können aber im freien Bereich (siehe unten) auch mehr in den Bachelorabschluss einbringen.Für Studierende im Forschungsstudiengang sind ab Studienbeginn Wintersemester 2018/19 lediglich 2 ECTS-Punkte aus Schlüsselqualifikationen erforderlich.

Als Schlüsselqualifikations-Module sind ohne spezielle Genehmigung durch den Prüfungsausschuss alle im UnivIS-Vorlesungsverzeichnis in der Rubrik „Schlüsselqualifikationen“ eingetragenen Module sowie solche Module zugelassen, die mit dem Vermerk „als Schlüsselqualifikation geeignet“ markiert sind. Wenn Sie andere Module der FAU oder in Ausnahmefällen externe Veranstaltungen (z.B. der Eliteakademie) einbringen wollen, vergewissern Sie sich bitte vorher beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, ob das in Ordnung geht.

Beachten Sie, dass Schlüsselqualifikationen prinzipiell unbenotet in den Bachelorabschluss eingehen, selbst wenn Sie für das entsprechende Modul eine Note erhalten haben.

In den Masterabschluss können keine Schlüsselqualifikationen eingebracht werden.

Kann ich auch Module anrechnen lassen, die ich ‚zu viel gemacht‘ habe?

Ja, und zwar auf drei verschiedenen Wegen (siehe auch Notenberechnung, Abschnitt 4):

  1. Sowohl im Bachelor- wie auch im Masterstudium ist jeweils die Summe der ECTS-Mindestpunktzahlen aus den verschiedenen Bereichen (Pflichtbereich, Wahlbereich, Schlüsselqualifikationen) kleiner als die ECTS-Gesamtzahl für den entsprechenden Abschluss. Die im verbleibenden „freien Bereich“ anzurechnenden Module können frei gewählt werden. Sie können z.B. überzählige Module aus dem Experientalphysik- oder Theoriezyklus in diesem freien Bereich zur Anrechnung bringen, oder auch zusätzliche Module aus dem Wahl- oder Schlüsselqualifikationsbereich.
  2. Wenn Sie die Mathematik für Physikstudierende 2 und 3 bestanden haben, können Sie die Mathematik für Physikstudierende 3 als Nichtphysikalisches Wahlfach einbringen.
  3. Sie können Module aus dem Wahlbereich (Physikalisch oder Nichtphysikalisch) für das Masterstudium aufsparen (siehe nächster Punkt).

Kann ich im Bachelorstudium schon Module für das Masterstudium absolvieren?

Ja, und zwar alle im Wahlbereich (Physikalisch oder Nichtphysikalisch) angebotenen Module. Im Bachelor/Masterstudium Physik kann zusätzlich eines der Module Experimentalphysik 5 und 6 (EP-5, EP-6) in den Physikalischen Wahlbereich des Masters eingebracht werden, soweit sie nicht für den Bachelorabschluss verwendet werden.

Ab dem Zeitpunkt der Anmeldung der Bachelorarbeit dürfen alle Mastermodule absolviert werden, auch wenn Sie noch nicht für den Master zugelassen oder noch nicht im Masterstudium eingeschrieben sind. Achtung: Die relevanten Daten sind der Bearbeitungsbeginn der Bachelorarbeit und der Tag der Prüfung in einem Mastermodul.

Was hat es mit den Studienschwerpunkten im Masterstudium auf sich? (P)

In der neuen Version der Prüfungsordnung vom August 2018 wurden die Studienschwerpunkte neu geregelt. Die Antwort ist deswegen zweiteilig:

Für Studierende mit Master-Studienbeginn vor Wintersemester 2018/19  besteht die Möglichkeit, sich im Themengebiet „Physics in medicine“ zu spezialisieren. Wenn dies erfolgreich geschieht, wird dies auf Antrag durch einen entsprechenden Zusatz in Masterurkunde und -zeugnis dokumentiert. Die formalen Anforderungen sind alle dem Masterstudium zugeordnet und werden in Anlage 6 der Prüfungsordnung vom März 2016 beschrieben.

Für Studierende mit Master-Studienbeginn ab Wintersemester 2018/19 stehen die Studienschwerpunkte

  • Astrophysics and astroparticle physics
  • Condensed matter physics
  • Optical sciences
  • Physics in life sciences
  • Theoretical physics

offen. Der frühere Schwerpunkt „Physics in medicine“ geht in „Physics in life sciences“ auf. Voraussetzung für das erfolgreiche Absolvieren eines Schwerpunkts ist, dass die Forschungsphase diesem Schwerpunkt zugeordnet ist und zusätzlich mindestens 30 ECTS-Punkte aus dem entsprechenden Themenbereich erworben werden. Die Modulzuordnungen zu den Studienschwerpunkten gehen aus dem UnivIS-Vorlesungsverzeichnis hervor. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Koordinatoren (siehe „Ansprechpartner“).

In allen Fällen gilt, dass die Entscheidung für oder gegen einen solchen Schwerpunkt vom Verlauf des Bachelorstudiums unabhängig ist und dass somit diese Schwerpunkte auch für Studierende anderer Universitäten offen stehen, die nach dem Bachelor an die FAU wechseln. Andererseits können bei einer früheren Entscheidung für ein bestimmte Schwerpunktsetzung aber auch schon einige der spezifischen Module im Bachelorstudium absolviert werden (z.B. im Nichtphysikalischen Wahlbereich), so dass dann im Master Raum für ein vertiefte Ausbildung im Schwerpunkt bleibt.

Beachten Sie, dass die Wahl einen Studienschwerpunkts optional ist und die Entscheidung erst am Ende des Masterstudiums getroffen werden muss; insbesondere muss/kann bei Bewerbung und Einschreibung zum Masterstudium kein beabsichtigter Schwerpunkt festgelegt werden. Alle in einem Studienschwerpunkt absolvierten Module werden für den „normalen“ Masterabschluss in Physik anerkannt. Das bedeutet insbesondere, dass die Entscheidung, ob ein Studienschwerpunkt in Urkunde und Zeugnis vermerkt werden soll, erst unmittelbar vor Erstellung des Zeugnisses fällt. Diese Entscheidung muss vom bzw. von der Studierenden auf einem Formblatt mit Unterschrift bestätigt werden.

Kann ich Sprachkurse in das Masterstudium einbringen?

In der Regel gehören Sprachkurse zu den Schlüsselqualifikationen und sind damit im Masterstudium nicht anrechenbar. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Englischkurse für Studierende, deren Muttersprache nicht Englisch ist und Deutschkurse für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Solche Kurse können unter den folgenden Voraussetzungen im Nichtphysikalischen Wahlbereich angerechnet werden:

  • Einstufungstest im Sprachenzentrum und Teilnahme an einem dabei empfohlenen Kurs;
  • Anrechnung von bis zu maximal 5 ECTS-Punkten;
  • Benotete Anrechnung.

Ist es möglich, Physik und ein weiteres Fach (z.B. Mathematik) parallel zu studieren?

Diese Frage wird oft gestellt. Die Erfahrung zeigt, dass die Belastung durch ein solches Doppelstudium in vielen Fällen unterschätzt wird und im Ergebnis nicht beide (oder im Extremfall sogar keiner der) angestrebten Studienabschlüsse erreicht werden. Aus diesem Grund ist die Antwort auf die Frage nach dem Doppelstudium: Im Prinzip ja, aber es ist die Zustimmung der beiden zuständigen Studiendekane notwendig.

Was ist die Bachelorarbeit und wie komme ich an ein Thema?

Die Bachelorarbeit ist eine erste selbständige Forschungsarbeit, in der die im Studium erlernten Fach- und Methodenkenntnisse angewandt werden. Sie steht am Ende des Bachelorstudiums und wird in einer der Forschungsgruppen des Departments für Physik angefertigt.

Da die Bachelorarbeiten in die aktuelle Forschung einbezogen sind, unterliegen Sie einem raschen Wandel, der dazu führt, dass auf Webseiten oder Aushängen angekündigte Themen meist schneller veralten als die entsprechenden Ankündigungen aktualisiert werden können. Es hat sich daher als praktikabel erwiesen, dass Bachelorarbeitsthemen im direkten Gespräch mit den Anbietern/Betreuern vereinbart werden. Also bitte bei den Dozent*innen Ihres Interessengebiets nachfragen und bei den UPhUF-Veranstaltungen informieren, die jeweils im Laufe des Wintersemesters stattfinden (Die Termine finden Sie zu gegebener Zeit auf der Webseite des Departments)!

Betreuer*in einer Bachelorarbeit können alle Dozent*innen der Physik sein, einschließlich Habilitierenden und Nachwuchsgruppenleiter*innen.

Bitte beachten Sie, dass es für eine erfolgreich und harmonisch verlaufende Arbeit nicht nur wichtig ist, dass Sie das Thema interessant und spannnend finden, sondern auch, dass Sie sich in der Arbeitsgruppe wohl fühlen und mit Ihren Betreuern gut zurecht kommen. Machen Sie sich also vor der Entscheidung ein Bild! Das gilt natürlich erst recht für längere und intensivere Arbeiten wie die Forschungsphase des Masterstudiums oder eine Promotion.

Was sind Bearbeitungszeit und Umfang der Bachelorarbeit und wie wird sie angemeldet?

Die Bachelorarbeit (Ba-1) und das Bachelorkolloquium (Ba-2), in dem ein Vortrag über die Inhalte und Ergebnisse der Arbeit zu halten ist, bilden inhaltlich einen Block und sind insgesamt mit 15 ECTS-Punkten bewertet, entsprechend einer Gesamtarbeitszeit von etwa 450 Stunden. Ab der Prüfungsordnung von 2018 sind beide in einem Modul Bachelorarbeit (BA) zusammengefasst.

Es gibt keine feste Vorgabe für den Umfang der Bachelorarbeit. Angemessen sind etwa 30 Seiten mit „normaler“ Schriftgröße und Zeilenabstand. Wichtig ist, dass der überwiegende Teil der Arbeit die vom Kandidaten durchgeführte Forschung und die dabei erzielten Ergebnisse beschreibt. Überlange Arbeiten oder Exzerpte aus Lehrbüchern sind nicht gewünscht und nicht förderlich für die Benotung.

Die Bearbeitung des Themas einschließlich Erstellung der Arbeit (aber ohne Kolloquium und dessen Vorbereitung) soll etwa 9 Wochen Vollarbeitszeit erfordern. Es liegt in der Verantwortung der betreuenden Dozent*innen, dass diese Vorgabe eingehalten werden kann. Für die Bearbeitung stehen insgesamt 3 Monate zur Verfügung, die mit dem Tag der Themenvergabe beginnen, der auf dem Anmeldeformular vermerkt wird.

Das Formular für die Anmeldung einer Bachelorarbeit gibt es auf der Seite Bachelor und Masterarbeiten. Dieses Formular muss vom Studierenden und vom Betreuer unterschrieben werden. Bitte unbedingt die Rückseite dieses Formular lesen – dort wird die Anmelde- und Abgabeprozedur im Detail erläutert und es werden die wichtigsten Regelungen der Prüfungsordnung zur Bachelorarbeit zusammengefasst.

Kann ich die Bachelorarbeit auf Englisch verfassen?

Das ist mit Einverständnis von Ihnen und dem/der Betreuer*in möglich. Dieses Einverständnis ist am besten schon auf dem Anmeldeformular zu vermerken. Nähere Erläuterungen finden sich auf der Rückseite dieses Formulars.

Andere Sprachen als Deutsch oder Englisch sind für die Bachelorarbeit nicht möglich.

Wie ist das mit der Forschungsphase und der Masterarbeit?

Das zweite Jahr des Masterstudiums ist eine Forschungsphase, in der Sie eine physikalische Fragestellung eigenständig wissenschaftlich bearbeiten. Die Komplexität der Aufgabenstellung und der Grad der Selbständigkeit gehen dabei deutlich über die Bachelorarbeit hinaus. Diese Forschungsphase ist in folgende vier Module unterteilt:

  • Fachliche Spezialisierung (FO-1, 15 ECTS)
  • Projektplanung (FO-2, 15 ECTS)
  • Masterarbeit (FO-3, 25 ECTS)
  • Masterkolloquium (FO-4, 5 ECTS).

Dabei sind FO-1 und FO-2 unbenotet und FO-3 und FO-4 benotet (diese beiden gehen mit doppeltem Gewicht in die Masternote ein). Ab der Prüfungsordnung von 2018 sind Masterarbeit und Masterkolloquium in einem Modul Master’s Thesis (FO-3) mit insgesamt 30 ECTS zusammengefasst. Alle Module der Forschungsphase werden vom/von der gleichen Dozent*in betreut; sie sind thematisch eng zusammenhängend und haben in der Bearbeitung fließende Übergänge. Ihr Projekt für die Forschungsphase müssen Sie also vor der Bearbeitung dieser Module mit Ihrem/Ihrer Betreuer*in vereinbaren, und zwar planmäßig spätestens zu Beginn des dritten Master-Fachsemesters.

Betreuer*in einer Masterarbeit können alle Professor*innen und Privatdozent*innen der Physik sein, aber in der Regel keine Habilitierenden.

Die Masterarbeit (Modul FO-3) muss angemeldet werden. Das entsprechende Formular gibt es auf der Seite „Bachelor- und Masterarbeiten“. Dieses Formular muss vom/von der Studierenden und vom/von der Betreuer*in unterschrieben werden. Bitte unbedingt die Rückseite dieses Formular lesen – dort wird die Anmelde- und Abgabeprozedur im Detail erläutert und es werden die wichtigsten Regelungen der Prüfungsordnung zur Masterarbeit zusammengefasst.

Die Masterarbeit muss innerhalb von 6 Monaten nach ihrer Anmeldung abgeschlossen, d.h. abgegeben sein. Es liegt in der Verantwortung der betreuenden Dozent*innen, dass diese Vorgabe eingehalten werden kann.

Die Masterarbeit wird in der Regel auf Englisch verfasst. Ausnahmen (d.h. Masterarbeit auf Deutsch) erfordern einen begründeten schriftlichen Antrag an den Prüfungsausschuss; bitte diesen Antrag ggf. unbedingt vor dem Schreiben der Arbeit stellen – es gibt keine Garantie, dass er genehmigt wird! Andere Sprachen als Deutsch und Englisch sind für die Masterarbeit nicht möglich.

Können Abschlussarbeiten auch extern angefertigt werden?

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob Bachelor- oder (insbesondere) Masterarbeiten auch extern, d.h. an anderen Departments der FAU, an anderen Universitäten, an externen Forschungsinstituten oder in Firmen angefertigt werden können. Dies ist unter bestimmten Umständen machbar. Bitte beachten Sie aber, dass manche Anbieter weniger an Ihrer Ausbildung, sondern an Ihrer (preiswerten!) Arbeitskraft interessiert sein könnten. Folgende Konstellationen sind möglich:

  1. Die Arbeit wird extern angefertigt, aber ein/eine Betreuer*in aus dem Department Physik übernimmt die Verantwortung, d.h. unterschreibt die Anmeldung, trägt dafür Sorge, dass die Arbeit die in der Prüfungsordnung festgelegten Voraussetzungen erfülltund erstellt das Erstgutachten. In diesem Fall bleibt der „externe Charakter“ der Arbeit (weitgehend) unter dem Radar des Prüfungsausschusses. Natürlich ist es Sache des/der Studierenden, den/die Betreuer*in zu identifizieren und eine entsprechende Betreuungszusage zu erhalten.
  2. Die Arbeit wird im Rahmen eines Auslandssemesters oder -jahrs an einer ausländischen Universität erstellt und als Studienleistung an der FAU angerechnet. Das sollte im Vorfeld mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses abgesprochen werden, ist aber in der Regel unkompliziert.
  3. Eine Abschlussarbeit an einer anderen Universität ist prinzipiell auch möglich, wenn Sie an diese Universität wechseln. Die Anrechnung Ihrer hiesigen Studienleistungen liegt dann in der Zuständigkeit der aufnehmenden Universität.

In den den Fällen (i) und (ii) ist das Merkblatt zur Vergabe externer Arbeiten (siehe „Bachelor- und Masterarbeiten“) zu beachten.

Ich werde mit der Bachelor- oder Masterarbeit nicht rechtzeitig fertig – was nun?

Zu unterscheiden sind krankheitsbedingte und andere Gründe für Verzögerungen, wie z.B. verspätete Lieferung apparativer Ausstattung.

Im Krankheitsfall ruht die Bearbeitungszeit während der Erkrankung, die durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden muss. Bitte das Attest samt dem Antrag zur Verlängerung der Bearbeitungszeit (siehe Seite „Bachelor- und Masterarbeiten“) beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses abgeben (noch besser: Scans davon per Email schicken). Die Unterschrift des/der Betreuer*in ist in diesem Fall nicht erforderlich. Im Fall langwieriger Erkrankungen, deren Dauer anfangs nicht abgeschätzt werden kann, ist auch eine Unterbrechung der Bearbeitungszeit „bis auf weiteres“ möglich. In diesem Fall muss zur Fortsetzung der Bearbeitung die Gesundung durch ärztliches Attest bestätigt werden.

Bei anderen Gründen als Krankheit kann die Bearbeitungszeit einer Bachelorarbeit um maximal einen Monat, die Bearbeitungszeit einer Masterarbeit um maximal drei Monate verlängert werden. Dies geht aber nur in begründeten Ausnahmefällen (Originalton Prüfungsordnung). Um zu verhindern, dass verlängerte Bearbeitungszeiten zum schleichenden Standard werden und die Studierenden damit über Gebühr belastet werden und unter Druck geraten, werden solche Ausnahmen restriktiv gehandhabt.

Zur Beantragung einer Verlängerung muss das entsprechende Formular (zu finden auf der Seite „Bachelor- und Masterarbeiten“) vom/von der Studierenden und Betreuer*in unterzeichnet und an den Prüfungsausschussvorsitzenden weitergeleitet werden; es ist sinnvoll, sich in einem solchen Fall persönlich beim Prüfungsausschussvorsitzenden zu melden.

Tipp: Damit Sie gar nicht erst unter massiven Zeitdruck kommen, spätestens einen Monat (Bachelorarbeiten) bzw. zwei bis drei Monate (Masterarbeiten) vor dem Abgabetermin überprüfen, ob alle notwendigen Ergebnisse vorliegen oder sehr bald vorliegen werden, d.h. ob Sie „genug zusammen haben“, um die Arbeit zu schreiben. Am besten mit dem/der Betreuer*in einen Plan machen, wie die Arbeit zum Abschluss zu bringen ist. Dabei mindestens eine Woche Reservezeit einplanen!

Ich werde das Bachelor- oder Masterstudium nicht rechtzeitig abschließen können – was nun?

Für das Bachelorstudium (Masterstudium) ist eine Regelstudienzeit von sechs (vier) Semestern vorgegeben, die jeweils um maximal zwei Semester überschritten werden darf. So lange Sie also Ihr Bachelorstudium vor dem Ende des 8. Fachsemesters bzw. Ihr Masterstudium vor dem Ende des 6. Fachsemesters beenden, ist „alles im grünen Bereich“ und Sie brauchen nichts zu unternehmen. Der Zeitpunkt des Studienendes wird dabei durch das Datum der letzten in den jeweiligen Abschluss eingehenden Prüfung bestimmt; ist das die Bachelor- oder Masterarbeit, so ist das Abgabedatum maßgeblich.

Sollten Sie länger für Ihren Studienabschluss brauchen, ist eine Fristverlängerung notwendig, die nur vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses beschieden werden kann. Diese muss aus nicht von Ihnen zu vertretenden Gründen (so steht es in der Prüfungsordnung) notwendig sein. Typische solche Gründe sind Erkrankung, Elternschaft oder familiäre Probleme. Die Gründe sind zu belegen (z.B. Attest bei Erkrankung) oder glaubhaft zu machen. Bitte melden Sie sich in einem solchen Fall zum frühestmöglichen Zeitpunkt persönlich beim Prüfungsausschussvorsitzenden.