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Auslandssemester

Anrechnung von Leistungen aus Auslandssemestern

Prinzipiell können so gut wie alle Studienleistungen, die Sie in  Auslandssemestern erbringen, für Ihr Bachelor- oder Masterstudium angerechnet werden. Voraussetzungen dafür sind:

  • Nachweis der Leistungen durch offizielle Dokumente (in der Regel ein Transcript of Records);
  • Eignung der Leistungen für das Bachelor- bzw. Masterstudium Physik. Durch die flexible Definition des Wahlbereichs ist das fast immer der Fall. Allerdings können im Master keine grundständigen Mathematik- und Physikmodule angerechnet werden (Beispiel: Ein hypothetisches Modul Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten ist für den Master nicht geeignet und würde Ihr Masterzeugnis massiv entwerten);
  • Anrechnungen dürfen keine Leistungen doppeln, die Sie an der FAU bereits erbracht haben oder die Ihnen bereits zuvor angerechnet wurden;
  • Angerechnete Module dürfen untereinander keinen zu großen inhaltlichen Überlapp haben;
  • Schlüsselqualifikationen (insbesondere Sprachkurse) können nur im Bachelor-, aber nicht im Masterstudium angerechnet werden.

Als problematisch stellt sich in Einzelfällen die Anrechnung umfänglicher Projekte heraus, die nicht komplett auf Praktika oder Bachelor- oder Masterarbeit abbildbar sind. Wenn solche Projekte geplant sind, am besten vor dem Auslandsaufenthalt beim Prüfungsausschussvorsitzenden rückfragen.

 

Die Anrechnung erfolgt ausnahmslos durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, und zwar nach Rückkehr vom Auslandsaufenthalt. Bitte schicken Sie ihm als Scans per Email Ihr Transcript of Records und ggf. weitere Belege. Eine Übersetzung von Dokumenten auf Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch ist nicht erforderlich; in anderen Fällen bitte nachfragen. Bitte beachten Sie, dass einige Universitäten die Transcripts nicht persönlich aushändigen bzw. adressieren, sondern z.B. an das Prüfungsamt oder andere Stellen der ZUV (wie die Servicestelle International (RIA)) senden; in solchen Fällen ist manchmal ein wenig Nachforschung erforderlich.

Der Prüfungsausschussvorsitzende wird nach Klärung eventueller Fragen  einen Entwurf des Anrechnungsbescheids erstellen und Ihnen per Email zusenden. Wenn Sie einverstanden sind (ggf. nach Korrekturen), geht der Bescheid ans Prüfungsamt und wird dort umgesetzt. Falls nicht, werden offene Fragen in einem persönlichen Gespräch geklärt.

Die Umrechnung von Noten erfolgt in der Regel anhand von Tabellen, die die Notenkulturen in den jeweiligen Ländern berücksichtigen. Beachten Sie aber, dass sich ein Notensystem mit zwei oder drei Notenstufen (wie z.B. in Schweden üblich) ohne Zusatzinformation nicht sinnvoll auf unser Notensystem abbilden lässt – hier sind zusätzliche Informationen extrem hilfreich.

Es ist deshalb und aus anderen Gründen wichtig, dass Sie so viel Information wie möglich aus Ihrem Auslandssemester mitbringen. Neben Informationen zur Benotung gilt das für Gliederungen der Vorlesungen, URLs der entsprechenden Webseiten, Screenshots ihres Leistungskontos sowie Bestätigungen der Dozent*innen oder Betreuer*innen zu Inhalt und Umfang von Leistungen, bei denen diese Information nicht in ausreichendem Detail aus dem Transcript hervorgeht.

 

Für Auslandssemester im Rahmen von ERASMUS+ ist ein sog. Learning Agreement abzuschließen. Darin kann/soll/muss der Prüfungsausschussvorsitzende die Anrechenbarkeit der Module bestätigen, die im Ausland absolviert werden sollen; das macht er gerne.

Für die Anrechnung der absolvierten Leistungen ist dieses Learning Agreement aber völlig irrelevant und muss auch nicht vorgelegt werden.

 

Nein, außer wenn es Module aus dem Pflichtbereich sind, die nicht durch andere Module ersetzt werden können. Für Module aus den Wahl- und Schlüsselqualifikationsbereichen wird in den Anrechnungsbescheiden explizit festgelegt, dass aus der Anrechnung das Recht, aber nicht die Pflicht erwächst, diese Module in die Bachelor- bzw. Masterprüfung einzubringen.