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ECTS-Punkte und Prüfungsarten

Anmeldung, Fristen, Wiederholungen

Was sind ECTS-Punkte?

ECTS-Punkte sind ein Maß für den Umfang von Modulen, d.h. für den erwarteten mittleren Arbeitsaufwand. ECTS steht für European Credit Transfer System. Ein ECTS-Punkt entspricht etwa 30 Arbeitsstunden, incl. Lehrveranstaltungen sowie Vor- und Nachbereitung. Pro Semester sollen in der Regel etwa 30 ECTS-Punkte erworben werden. Der Bachelorabschluss erfordert 180, der Masterabschluss nochmals 120 ECTS-Punkte.

Welche Prüfungen gibt es?

In den Bachelor- und Masterstudiengängen sind die Prüfungen studienbegleitend, d.h. es werden jeweils einzelne Module (d.h. Lehrveranstaltungen) abgeprüft. In den meisten Fällen wird diese Prüfung benotet sein (Klausur, mündliche Prüfung, Seminarvortrag), aber es gibt auch Module, in denen ausschließlich unbenotete Leistungen zu erbringen sind (z.B. das Grundpraktikum [Durchführung der Versuche] oder die Rechenmethoden der Physik [Testate und unbenotete Klausur]). Mit dem Bestehen der Modulprüfung bzw. dem Erbringen der geforderten Leistung werden die dem Modul zugeordneten ECTS-Punkte erworben.

In einigen Modulen wird eine Kombination von zwei oder mehr Leistungen (benotet und/oder unbenotet) verlangt. In diesen Fällen ist zum Bestehen des Moduls das Bestehen aller Teilleistungen notwendig, außer wenn dies in Prüfungsordnung oder Modulhandbuch explizit anders geregelt ist. Die derzeitige Ausnahme ist das Modul  Mathematik für Physikstudierende 1 (MP-1), in dem je eine Klausur zu Analysis 1 und zu Lineare Algebra1 geschrieben wird, von denen eine bestanden werden muss (siehe Prüfungsergebnisse, Zeugnisse, Urkunden).

Die Art der Modulprüfung(en) geht aus dem Modulhandbuch hervor. Neben den Modulprüfungen gibt es in der Prüfungsordnung die Begriffe freiwillige Zwischenprüfungen, Grundlagen- und Orientierungsprüfung, Bachelorprüfung und Masterprüfung (siehe unten). Die letzteren sind keine separaten Leistungsnachweise, sondern setzen sich jeweils aus bestandenen Modulen zusammen.

Was sind freiwillige Zwischenprüfungen?

Freiwillige Zwischenprüfungen können angeboten werden, um Anteile von Modulinhalten vor der abschließenden Modulprüfung abzuprüfen. Die Teilnahme an diesen Zwischenprüfungen ist freiwillig und kann nicht zu einer Verschlechterung der Modulnote führen.  Bestandene Zwischenprüfungen führen hingegen zu einem Notenbonus (maximal zwei Notenstufen, d.h. 0.6 oder 0.7) für die Modulprüfung (werden aber nicht in MeinCampus vermerkt). Es ist u.U. möglich, eine eigentlich nicht bestandene Modulprüfung durch diesen Notenbonus doch zu bestehen. Typische Formen freiwilliger Zwischenprüfungen sind Klausuren „zur Halbzeit“ (z.B. in den Modulen Experimentalphysik 1+2 und Astronomie)  oder das Vorrechnen von Übungsaufgaben. Ob und in welcher Form freiwillige Zwischenprüfungen angeboten werden, entscheiden die Prüfenden in Absprache mit dem Studiendekan und dem Prüfungsausschuss-Vorsitzenden. Achtung: Ergebnisse freiwilliger Zwischenprüfungen können u.U. nicht in die folgenden Studienjahre übertragen werden.

Was ist die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP)?

Die GOP soll zeigen, ob ein erfolgreicher Abschluss des Studiums zu erwarten ist.

Zum Bestehen der GOP ist es nötig, bis spätestens zum Ende des dritten Fachsemesters (das schließt schon die maximale Überziehungsfrist ein) mindestens 30 ECTS-Punkte aus denjenigen Modulen zu erwerben, die in der Studienverlaufstabelle (Anlage 2 der Prüfungsordnung) den ersten beiden Semestern zugeordnet sind. Darunter muss das Grundpraktikum 1 (GP-1) sein sowie mindestens ein Modul aus Mathematik für Physikstudierende 1 (MP-1), Mathematik für Physikstudierende 2 (MP-2) und Theoretische Physik 1 (TP-1) (Physik) bzw. aus Mathematik B1, Mathematik B2 und Theoretische Physik 1 (TP-1) (Materialphysik). Schlüsselqualifikationsmodule zählen nicht für die GOP.

Prüfungen zu Modulen, die in die GOP eingebracht werden, dürfen nur einmal wiederholt werden (alle anderen zweimal).

Was sind Bachelor- und Masterprüfung?

Beide bilden den Abschluss des jeweiligen Studiums und sind keine eigenständigen Prüfungen, sondern bestehen ähnlich wie die GOP aus der Summe von Modulen. Welche Module jeweils notwendig sind, ergibt sich aus der Prüfungsordnung. Bitte unbedingt dort nachlesen – maßgeblich sind jeweils §31 (Bachelor) und §37 (Master), nicht die Studienverlaufstabellen in den Anlagen! Die relevanten Informationen sind auch auf den Webseiten zum Physikstudium zu finden.

Was ist das Modulhandbuch und wo finde ich es?

Zu jedem Modul gibt es eine Modulbeschreibung, in der stichwortartig u.a. die Verantwortlichen, Inhalte, vermittelte Kompetenzen, Umfang, Einpassung in den Studienplan und Prüfungsmodalitäten zusammengefasst sind. Die Modulbeschreibungen sind verbindlich und justiziabel. Ein  Modulhandbuch – d.h. die Sammlung aller Modulbeschreibungen eines Studiengangs – können Sie sich aus UnivIS generieren: Vorlesungsverzeichnis → in der linken Box finden Sie „Vorlesungs- und Modulverzeichnis nach Studiengängen“; klicken Sie auf Ihren gewünschten Bereich, dann finden Sie links die Box „Extras“ in der Sie sich das gewünschte Modulhandbuch im PDF-Format erzeugen können. Bitte beachten Sie, dass sich Modulbeschreibungen von Studienjahr zu Studienjahr ändern können, z.B. hinsichtlich der freiwilligen Zwischenprüfungen (siehe oben).

Wann finden die Modulprüfungen statt, wer prüft?

Im Allgemeinen finden die schriftlichen Modulprüfungen (Klausuren) in der letzten Woche der Vorlesungszeit des entsprechenden Semesters und in den darauf folgenden ersten zwei Wochen der vorlesungsfreien Zeit statt. Prüfende sind in der Regel die Dozent*innen der jeweiligen Module. Die Termine mündlicher Prüfungen sind in etwa dem gleichen Zeitrahmen individuell mit den Prüfenden zu vereinbaren.

Es gibt im Bachelorstudium Physik (neben Seminaren und dem Bachelor- und Masterkolloquium) zwei Module, für die in der Prüfungsordnung mündliche Prüfungen vorgeschrieben sind; dies sind die Experimentalphysik 3+4 (EP-34) und das Kolloquium Theoretische Physik (TP-K). Die Prüfungstermine sind mit den Prüfenden zu vereinbaren. Mögliche Prüfende sind (bitte zur Terminabsprache direkten Kontakt mit Ihrem Wunschprüfenden aufnehmen):

    1. für die Modulprüfung zu Experimentalphysik 3+4 (EP-34) die Dozenten dieses Moduls;
    2. für das Kolloquium Theoretische Physik (TP-K) die Dozent*innen des Instituts für Theoretische Physik.

Muss ich mich zu den Modulprüfungen anmelden? Wie geht das?

Die Prüfungsanmeldung erfolgt online in MeinCampus. Sie wird jeweils einige Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit eines Semesters frei geschaltet. Es wird empfohlen, sich für die Prüfungen anzumelden, an denen man teilnehmen will. Dies erleichtert das Eintragen der Noten durch die Dozenten, spart den (sowieso überlasteten) Mitarbeiter*innen des Prüfungsamts zusätzliche Arbeit und ist Bedingung dafür, dass die MeinCampus-Leistungsübersicht aktuell ist. Rechtlich notwendig oder bindend ist eine Anmeldung allerdings nicht (Achtung: Das kann bei Modulen, die von anderen Departments bzw. Fakultäten angeboten werden, anders sein!).

Was, wenn die Anmeldung nicht funktioniert oder im System „verloren geht“?

Es kann verschiedene Gründe geben, warum Prüfungsanmeldungen nicht möglich sind oder auch Anmeldungsdaten verschwinden:

  • Es kann sein, dass die entsprechende Prüfung noch nicht angelegt ist.
  • Es kann sein, dass die Prüfung nicht Ihrem Studiengang zugeordnet ist (insbesondere bei Nichtphysikalischen Wahlfächern) und deswegen kein Zugriff möglich ist.
  • Es kann sein, dass noch eine alte Anmeldung zur gleichen Prüfung aus einem früheren Semester vorliegt, an der Sie nicht teilgenommen oder die Sie nicht bestanden haben. In solchen Fällen ist eine Anmeldung nicht möglich.
  • Das MeinCampus-System hat die ein oder andere Schwachstelle (in manchen Fällen wohl eher Bugs als Features). Insbesondere verschwinden manchmal Daten schon getätigter Prüfungsanmeldungen oder werden durch neue Anmeldungen überschrieben.

In all diesen Fällen: Zunächst mal keine Panik! (siehe unten). Bitte benachrichtigen Sie Frau Maerker, die die Ursache des Problems überprüfen und in den meisten Fällen selbiges lösen wird. Entsprechend ihrem Hinweis sollten Sie dann ggf. den/die zuständige Prüfer*in und evtl. den MeinCampus-Support benachrichtigen.

Was, wenn die Prüfungsanmeldung nicht erfolgt ist?

Egal ob vergessen, vom System „verschlampt“ oder technisch nicht möglich: Sie können auf jeden Fall trotzdem an der Prüfung teilnehmen, und das Ergebnis wird zählen. zählen (Achtung: Das kann anders sein, wenn die Prüfung an anderen Departments stattfindet). Allerdings kostet das Ganze extra Aufwand und verursacht Verzögerungen. Was zu tun ist:

  1. Dem/der Dozent*in Bescheid sagen (nicht erst am Tag der Prüfung) und darum bitten, den entsprechenden Eintrag bei der Notenverbuchung hinzuzufügen;
  2. Nach der Prüfung beobachten, ob die Note in MeinCampus erscheint; wenn das nicht innerhalb vom ca. 4 Wochen der Fall ist, beim Dozenten nachfragen und sich ggf. an den Prüfungsausschuss-Vorsitzenden wenden.

Achtung: Es wird nicht gelingen, auf diese Weise „Freischüsse“ zu erzeugen. Nicht bestandene Prüfungen werden von den Dozent*innen prinzipiell ans Prüfungsamt gemeldet.

Kann ich mich abmelden bzw. von der Prüfung zurücktreten?

Ja. Die Prüfungsanmeldung in MeinCampus kann dort storniert werden; Sie sollten davon Gebrauch machen, um zu vermeiden, dass das System Ihren Rücktritt als Fehlversuch interpretiert. Aber auch wenn Sie dies nicht tun, reicht es, einfach nicht zur Prüfung zu erscheinen – das wird laut Prüfungsordnung als Rücktritt von der Prüfung gewertet, aus denen Ihnen keine Nachteile entstehen. Achtung: Das gilt nur für den Erstversuch, nicht bei Wiederholungen (siehe unten)!

Bei mündlichen Prüfungen bitte den/die Prüfer*in möglichst frühzeitig benachrichtigen.

Ein Rücktritt nach Prüfungsbeginn ist nicht möglich. Ausnahme: Sie sind wegen einer plötzlich auftretenden Erkrankung nicht mehr in der Lage, die Prüfung fortzusetzen. In diesem Falle bitte unmittelbar ein Attest besorgen und im Prüfungsamt einreichen. Die Regeln dafür sind sehr streng – es reicht nicht, dass Sie krankheitsbedingt die Prüfung abbrechen mussten, der Arzt muss auch bestätigen, dass Sie vor der Prüfung nicht wissen konnten, dass die Erkrankung auftreten könnte.

Kann ich eine Wiederholungsklausur als Erstversuch nutzen?

Das zu entscheiden, obliegt dem/der Prüfer*in. Bitte fragen Sie unbedingt schon vor der ersten Klausur nach. In jedem Fall tragen Sie das Risiko, dass sich im Falle das Nichtbestehens Verzögerungen ergeben, die in ungünstigen Fällen zu Fristüberschreitungen und damit zum Zwangsende des Studiums führen können.

Beispiel: Sie wollen das Modul Theoretische Physik im 2. Semester in die GOP einbringen und schreiben die Wiederholungsklausur als Erstversuch, den Sie nicht bestehen. In der Regel wird dann die erste mögliche Wiederholung die reguläre Klausur des darauf folgenden Studienjahres sein, d.h. am Ende Ihres 4. Fachsemesters und damit zu spät für die GOP. Diese Verzögerung ist von Ihnen zu vertreten (so heißt es in der Prüfungsordnung) und ist deshalb kein Grund für eine Fristverlängerung. Anders ist es, wenn sie die reguläre Klausur wegen Krankheit versäumt haben. In solchen Fällen deshalb immer ein Attest besorgen!

Welche Regeln gelten für Prüfungswiederholungen?

Alle nicht bestandenen Prüfungen können einmal wiederholt werden. Eine zweite Wiederholung ist bei allen Modulen möglich, die nicht in die GOP eingebracht werden (siehe oben), mit der Ausnahme von Bachelorarbeit und Masterarbeit. Zur Wiederholung von Prüfungen sind Sie zum jeweils nächstmöglichen Termin automatisch angemeldet. In diesem Fall wird Nichtteilnahme als „nicht bestanden“ gewertet. Der genannte nächstmögliche Termin ist:

  • Wenn Sie die reguläre Klausur als Erstversuch geschrieben haben: Die Wiederholungsklausur am Ende der vorlesungsfreien Zeit für die erste Wiederholung und die reguläre Klausur im darauf folgenden Studienjahr für die zweite Wiederholung.
  • Wenn Sie die Wiederholungsklausur als Erstversuch genutzt haben: Die reguläre Klausur im darauf folgenden Studienjahr für die erste Wiederholung und die darauf folgende Wiederholungsklausur als zweite Wiederholung.
  • Bei mündlichen Prüfungen: In Absprache mit den Prüfer/innen, maximal 6 Monate nach dem vorhergehenden Versuch.

Die Regelung in §30 der Prüfungsordnung, die Wiederholungsprüfung muss zum nächstmöglichen Termin abgelegt werden, der spätestens innerhalb von sechs Monaten vom Fach angeboten werden muss, gilt nur für die erste Wiederholung nach Teilnahme an der regulären Erstprüfung.

Was passiert, wenn ich eine Prüfung endgültig nicht bestanden habe? (P)

Wenn auch die letzte Wiederholung einer Modulprüfung nicht bestanden wurde, ist ein Modul „endgültig nicht bestanden“ (EN). Es gibt dann keine Chance mehr, es zu absolvieren. Je nach dem, um welches Modul es sich handelt, sind die Konsequenzen unterschiedlich gravierend. Einige Module können durch andere ersetzt werden (z.B. müssen im Bachelorstudium Physik von den drei Modulen Theoretische Physik 2-4 nur zwei bestanden werden). Es gibt aber ein paar Module, die für die GOP bzw. den Erwerb des Bachelorabschlusses zwingend notwendig sind, und bei deren endgültigem Nichtbestehen das Studium beendet ist; dies sind:

  1. Für die GOP: Das Modul Grundpraktikum 1 (GP-1)
  2. Für die Bachelorprüfung zusätzlich:
    • Datenverarbeitung in der Physik (DV) (bei Studienbeginn Wintersemester 2018/19 oder später)
    • Experimentalphysik 1+2 (EP-12)
    • Experimentalphysik 3+4 (EP-34)
    • Grundpraktikum 2 (GP-2)
    • Physikalisches Experimentieren 1 (PE-1)
    • Physikalisches Experimentieren 2 (PE-2)
    • Theoretische Physik 1 (TP-1)
    • Mathematik für Physiker 1 (MP-1)
    • Kolloquium Theoretische Physik (TP-K)
    • Bachelorarbeit (BA-1)
    • Bachelorkolloquium (BA-2)

Sollte eines dieser Module oder eine Kombination anderer Module endgültig nicht bestanden sein und damit das Bestehen von GOP oder Bachelorprüfung unmöglich werden, erfolgt die Zwangsexmatrikulation aus dem Bachelorstudiengang Physik (ein Studiengangswechsel ist aber immer noch möglich).

Im Masterstudium Physik gibt es keine Einzelprüfung, durch deren endgültiges Nichtbestehen allein das Studium beendet wird. Das endgültige Nichtbestehen mehrerer Module kann allerdings zu einem solchen Ende mit Schrecken führen.

Ich bin aufgrund einer dauerhaften Beeinträchtigung bei Prüfungen benachteiligt. Was kann ich tun?

Typische (aber bei weitem nicht die einzigen) Beispiele sind Legasthenie oder ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung). Wenn Sie an einer solchen Beeinträchtigung leiden, wird Ihnen der Prüfungsausschuss einen individuell abgestimmten Nachteilsausgleich gewähren. Bei Legasthenie besteht dieser Ausgleich z.B. darin, dass auf formlosen Antrag an den jeweiligen Prüfer alle Prüfungen mündlich abgelegt werden können und dass die Fristen für GOP, Bachelor- und Masterprüfung verlängert werden. Eine fachärztliche oder -psychologische Bescheinigung ist auf jeden Fall erforderlich. Ideal ist es, wenn Sie entsprechende, nicht zu alte Unterlagen noch aus Ihrer Schulzeit verfügbar haben. Wenden Sie sich bitte ggf. mit den entsprechenden Belegen an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Er wird mit Ihnen Ihren individuellen Nachteilsausgleich abstimmen und diesen in einem offiziellen Schreiben an Sie bestätigen.In der Regel muss der Nachteilsausgleich beim Übergang in das Masterstudium überprüft und erneut beschieden werden.

Wird der Nachteilsausgleich in Zeugnissen oder Urkunden erwähnt?

Nein, das ist nicht der Fall.