Nachruf: Prof. Dr. Heinz Wilsch am 05.05.2026 verstorben

Prof. Wilsch an seinem 60. Geburstag 1997
Prof. Wilsch an seinem 60. Geburstag 1997

Mit Unterbrechungen durch kleinere Auslandsaufenthalte gehörte Prof. Wilsch seit 1962 dem Physikalischen Institut der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) an. Als Mitarbeiter von Prof. Fleischmann war er in dieser Zeit am Aufbau des Tandem-Beschleunigers beteiligt und leitete bis in die 70er Jahre eine Arbeitsgruppe, die am Tandem-Beschleuniger kernphysikalische Probleme mit Protonen und Deuteronen studierte.
Parallel dazu baute Prof. Wilsch seit Ende der 60er Jahren eine weitere Arbeitsgruppe auf, die mit Molekularstrahltechniken die Wechselwirkung von Gasen mit Oberflächen untersuchte. Diese beschäftigte sich, auch im internationalen Vergleich sehr erfolgreich, mit der Bestimmung der Bindungsstärke von Atomen an Oberflächen und konnte auch wesentliche Beiträge zum Verständnis von Vorgängen an Katalysatoroberflächen liefern.
Neben der Forschung hat sich Prof. Wilsch stets sehr für die Lehre und studentische Belange eingesetzt. Seinem unermüdlichen Engagement war es zu verdanken, dass bis zu 30% eines Jahrgangs der Erlangener Physikstudierenden im Rahmen der ERASMUS und SOKRATES-Programme der EU für jeweils ein Semester an ausländischen Universitäten studieren und wertvolle Auslandserfahrung sammeln konnten.

Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist Prof. Wilsch bereits am 05. Mai 2026 verstorben.

Das Department Physik wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Wir möchten seinen Angehörigen unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen.